Editorial Design

Murad Studio

Was ist Editorial Design?

Editorial Design ist ein Teilbereich des Grafikdesigns. Traditionell bezieht es sich auf die Gestaltung von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Heutzutage kann es sich auch auf die Gestaltung von Online-Publikationen beziehen.

Editorial Design hat einen großen Einfluss darauf, wie geschriebene Informationen verstanden werden. Ein Editorial Designer muss an viele Dinge denken, von der Typografie über Layouts bis hin zu Grafiken und Illustrationen.

Ziel des Editorial Design ist es, Publikationen attraktiv, visuell interessant und leicht lesbar zu gestalten. Ein gutes Editorial Design ist schlüssig, klar und zieht den Leser in seinen Bann.

Kurz über die Geschichte

Editorial Design ist eine sehr alte Kunstform. Seit mehr als 5.000 Jahren, seit der Entwicklung der Keilschrift in Mesopotamien um 3200 v. Chr., erstellen und gestalten Menschen schriftliche Texte. Z.B. Die sumerische Tontafel ist ein Beispiel für die Verwendung der Keilschrift.

Im alten Ägypten benutzten die Ägypter angespitzte Schilfrohre oder Federn, um auf Papyrus zu schreiben, ein Schilfpapier, das aus der Papyruspflanze Cyperus hergestellt wird.

Viele Jahre später, im mittelalterlichen Europa, wurde die berühmte Gutenberg-Bibel mit der ersten mechanischen Druckerpresse gedruckt.

Die Presse wurde von dem deutschen Schmied Johannes Gutenberg in der Mitte des 15. Jahrhunderts erfunden. Sie revolutionierte den Druck und senkte den Zeit- und Kostenaufwand für die Produktion drastisch. Bücher konnten nun in Massenproduktion hergestellt werden. Man könnte also sagen, dass sich der heutige Bereich des Editorial Design zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu entwickeln begann.

Print und Digital

Kostenlose oder kostengünstige Online Tools, Apps, Blogs, E-Books, mobile Geräte, Nachrichtenseiten und digitale Inhalte haben die Geschäftsmodelle der traditionellen Verlage auf den Kopf gestellt.

Aber die klassischen Elemente des Editorial Designs – Format, Zeit, Identität, Struktur, Kunst, Typografie, Layout, Prototyping und Produktion – haben sich alle bemerkenswert gut gehalten. Damals wie heute vereinen sich die erfolgreiche Elemente von Editorial Design auf eine Weise, die das Leseerlebnis verändert.

Gutes Editorial Design ist nichts weniger als „das Ergebnis von Empathie für den Leser in Kombination mit dem Wunsch, schöne und bewegende Erlebnisse zu schaffen“.

„Designing the Editorial Experience“ zeigt, dass das Erzielen hochwertiger, konsistenter Ergebnisse langfristige Investitionen in Strategie, Talent, Technologie, Prozesse und Experimente erfordert – Faktoren, die viele nicht-traditionelle Verlage nur langsam zu schätzen gelernt haben.

Die Elemente des Editorial Design

Die Elemente des Editorial Design: Format, Zeit, Identität, Struktur, Kunst, Typografie, Layout, Prototyping und Produktion. In jedem Fall zeigen die Autoren, wie neue digitale Überlegungen die Printtradition ergänzen, anstatt sie zu ersetzen.

Denn z.B. der Abschnitt stellt traditionelle Formate wie das „Broadsheet“, den „Berliner“ und das „Tabloid“ sowie neuere Formate wie das Smartphone, das Tablet und den Desktop-Monitor vor. Dabei veranschaulichen sie, wie scheinbar unterschiedliche Kanäle letztlich eine gemeinsame Sprache von redaktionellen und gestalterischen Komponenten teilen. Anstatt das Material in Begriffen wie „alte Medien“ vs „neue Medien“ zu präsentieren, formulieren die Autoren die Diskussion neu.

In einigen Fällen hat die Digitalisierung die Elemente der redaktionellen Gestaltung nur wenig erweitert. Die Autoren skizzieren sieben Regeln für gute Typografie, die unabhängig vom Medium gelten.

In anderen Fällen erinnern uns die Autoren daran, dass Print und Digital zwar einige, aber nicht alle Komponenten gemeinsam haben. Überschriften, Zwischenüberschriften, Bylines, Textkörper und Anführungszeichen sind nahezu universelle Merkmale von gedruckten und digitalen Artikeln, während digitale Artikel zusätzliche Funktionen wie z.B. Tools, Links, Tags und Kommentare enthalten.

Editorial Design

Nicht nur Gestaltung bieten wir an, sondern auch die komplette Palette des Editorial Designs. Gutes Editorial Design verlangt zwingend eine reibungslose Zusammenspiel zwischen Grafik und Text.

Ein gutes Editorial Design gelingt nur in Abstimmung mit der Bild- und Textredaktion, dem Fotografen, den Autoren, und dem Lektorat. Bildunterschriften? Länge der Überschriften? Textkasten? wo muss er verlängert oder gekürzt werden? Wo sollen Bilder oder Illustrationen hin?

Solche Fragen und Anderen müssen natürlich erläutert und geklärt werden. Ein Editorial Designer sollte den Text verstehen, um grafisch darzustellen un zu beleben. Denn im Editorial Design geht es darum, die Inhalte und Botschaften in eine einheitliche, gestalterische Sprache zu übersetzen und das Druck-Werk zu einem gut lesbaren, ansprechvollen Ganzen zu machen.

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